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Degenfeldhaus

Gebäude mit einer langen Geschichte

Im Chiemgau sind einige bedeutende Baudenkmäler zu finden. Eines davon ist das Degenfeldhaus in Schleching. Die Gemeinde Schleching liegt im Landkreis Traunstein, unmittelbar an der Grenze zu Tirol. Die Ortschaft im Achental wird von hohen Bergen gesäumt und ein Rundgang gestaltet sich entsprechend reizvoll. Historische Bausubstanz ist auf Grund der langen Ortsgeschichte reichlich vorhanden. Schleching existiert bereits seit Mitte des 12. Jahrhunderts. Neben dem Degenfeldhaus in Schleching sind auch die Pfarrkirche St. Remigius aus der Mitte des 18. Jahrhunderts oder die Wallfahrtskirche zu den sieben Linden in Raiten sehenswert. Die Ursprünge des Degenfeldhauses gehen weit zurück. Erfasst wurde das Gebäude bereits im Jahre 1810 bei der ersten Landvermessung. Damals wurde das Gebäude, wie aus den historischen Unterlagen hervorgeht, von einer Familie namens Battinger bewohnt.
Um 1900 befand sich im Degenfeldhaus in Schleching eine Käserei, welche vom Schweizer Jakob Bietsch betrieben wurde. Die Geschichte der Käserei wehrte nur kurz, denn der Sohn des Inhabers erschoss in seiner Funktion als örtlicher Jagdaufseher einen Wilderer und die Familie floh aus Angst vor der Rache der Dorfbewohner über Nacht aus Schleching. Von 1935 bis 1973 befand sich das Gebäude im Besitz des Grafen von Degenfeld. Nachfolgend kam das Degenfeldhaus in Schleching in den Besitz der Gemeinde. Um die alte Bausubstanz zu erhalten und das Gebäude zugleich einer sinnvollen Nutzung zu überführen, bauten viele fleißige Helfer das Degenfeldhaus zu einem Kindergarten und Jugendtreff um. Die Einrichtung konnte im Jahre 2000 eröffnet werden. Der Kindergarten im historischen Ambiente ist sehr gut ausgestattet und nimmt auch kleine Feriengäste auf. Die Eltern können ihre Sprösslinge telefonisch anmelden und sich dann vielleicht in Ruhe Zeit nehmen, um die zahlreichen weiteren Bauernhäuser, die im Schlechinger Tal erhalten blieben zu besichtigen. Mit ihren hübschen Wandmalereien, Holzbalkonen, üppigem Blumenschmuck und liebevoll gepflegten Bauerngärten sind die Häuser ein lebendiges und stimmungsvolles Zeugnis der Dorfkultur im Alpenraum.