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Burg Neubeuern

Schlossanlage aus dem 12. Jahrhundert

Die Burg Neubeuern ist eine bis heute erhalten gebliebene Schlossanlage, die in Bayern liegt. Der Bergfried als ältester Teil der Burg wurde bereits Ende des 12. Jahrhunderts errichtet.
Zunächst lag die Burg im Herrschaftsbereich der Bischöfe von Regensburg, wurde jedoch im 13. Jahrhundert an den Grafen Konrad von Wasserburg übergeben. 1388 wurde die Burg an den Ritter Hartprecht Harskircher auf Zangberg verkauft und so die Neubeuer Herrschaft beendet. Während die Burg Neubeuern den Dreißigjährigen Krieg so gut wie unbeschadet überstand, wurde sie im Österreichischen Erbfolgekrieg nahezu komplett zerstört. Zwischen 1747 und 1752 kam es zu einer vollständigen Neugestaltung der Anlage. Ein Brand in der Burg sorgte für eine erneute Renovierung und zwischen 1904 und 1908 wurde der Mittelbau der Anlage komplett neu errichtet.

Nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Burg Neubeuern finanziell nicht mehr gehalten werden und Verarmung und Verfall begannen. Angeregt durch die Schule Schloss Salem wurde hier ein Internat gegründet, in das am 05.05.1925 die ersten Schüler einzogen. Der Schulalltag orientierte sich an Landerziehungsheimen mit Sport als Ausgleich. Die neutrale Haltung während der nationalsozialistischen Zeit brachte dem Internat 1941 die Schließung ein. In der Burg Neubeuern wurde daraufhin eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt errichtet, der 1945 eine Sanitätskompanie mit Feldlazarett folgte. 1948 konnte der Schulalltag des Internats in kleinem Rahmen wieder aufgenommen wurden und 1950 betrug die Anzahl der Schüler schon 220. Heute ist die Stiftung Landerziehungsheim Neubeuern Träger der Schule, die ein staatlich anerkanntes Gymnasium mit Internat und Tagesschule ist. Da die Schlossanlage nahe dem Inn gelegen ist, können Urlauber nach einem Besuch der Burg ihre Freizeit in der Natur verbringen. Neben Beobachtungen der Flora und Fauna kann der Inn auf einem Schiff befahren werden oder Feriengäste betätigen sich am Oberlauf mit Wassersport. Der Inn-Radweg führt größtenteils entlang des Flusses und Radfahrer können immer wieder eine Rast an einem der vielen Baggerseen einlegen.